Nach Gruselauftritt in Riesa zeigt Bergen gegen Weisswasser ein komplett anderes Gesicht!

Einen furchtbaren Auftritt legte die Mannschaft von Stefan Zehler am Freitagabend beim ersten Vorbereitungsspiel zur neuen Spielzeit in der Sportstadt Riesa hin. Gegen die Stahl-Reserve, die ohne unseren Ehrenspielführer Patrick Scholz und Kartenass Derik Gründler, auch bekannt als „needthegame“, antrat, rieben sich alle Anwesenden die Augen. Denn Bergen ließ jegliche Leidenschaft und Bereitschaft in den ersten 40 Minuten vermissen. Neben Slapstickeinlagen zeigte man vor allem ein schreckliches Spiel mit dem Ball. Immer wieder landeten einfache Bälle bei den Stahlwerkern, die ohne große Gegenwehr einen Treffer nach dem anderen erzielten. Besonders Benito Teinze konnte sich beim amtierenden Kreispokalsieger aus Meißener-Kreis in den Vordergrund spielen. Er erzielte in der ersten Halbzeit fünf Treffer. Erst nach dem 6:0 für die Hausherren begann der LSV, Fuß zu fassen. Paul Pantke sorgte mit dem 6:1-Ehrentreffer für etwas Ergebniskosmetik. Noch vor der Pause gab es die Chance zum 6:2, doch Justin Hecht zeigte mit einer starken Doppelparade sein Können. Im zweiten Durchgang stabilisierte sich die Mannschaft und hatte durch Erik Friedrich und Benno Berlin weitere Tormöglichkeiten. In den letzten 15 Minuten verlor man dann jedoch wieder den Faden und kassierte folgerichtig die Treffer von Lennox Schubert und Lennart Reisky zum 8:1-Endstand. Ein schwarzer Freitag für den Bergener Tross, der erst kurz vor Mitternacht wieder die Tore der Elsterheidemetropole erreichte. Am heutigen Samstag kam mit dem Landesklasseaufsteiger VFB Weißwasser gleich der nächste Testspielgegner für die Mannen von Stefan Zehler zur Leistungskontrolle.  Dieses Mal zeigte sich Bergen von einer ganz anderen Seite. Von der ersten Minute an spielte die Mannschaft mit Volldampf nach vorne, was zu guten Tormöglichkeiten und schönen Treffern führte. Paul Pantke traf nach zehn Minuten für Bergen. Linus Kleinfeld glich nach einer Ecke aus, als er unbedrängt einköpfen konnte. Bergen blieb jedoch gierig und treu seiner offensiven Spielidee. Wieder war es Paul Pantke, der in der 21. Minute seine Klasse unter Beweis stellte und die 2:1-Führung erzielte. Weißwasser antwortete erneut nach einer Ecke, die Bergen unsauber verteidigte. Im zweiten Durchgang hatte Weißwasser mehr vom Spiel, aber Bergen traf. Dieses Mal selbst nach einem Eckball. Erik Friedrich köpfte überlegt zu Jonas Matsch, der auf 3:2 stellte. Zehn Minuten später war es der auffällige Benno Berlin, der eine Konterchance eiskalt zum 4:2 abschloss. Robby Hiller versemmelte das 5:2 vom Elfmeterpunkt. Trotzdem sahen die 50 zahlenden Zuschauer noch den fünften Treffer der Bergener. Paul Pantke erzielte sein drittes Tor nach einem Fehler in der Hintermannschaft von WSW. Weißwasser steckte aber nicht auf und kam durch zwei späte Treffer von Nguyen und Bertholdt noch einmal gefährlich nah heran. „Zwei Spiele in zwei Tagen gegen Mannschaften, die nicht auf der Bockwurstpappe hergeschwommen kommen. Wir haben viel gesehen, was wir nicht sehen wollen, aber auch einiges, an das man sich gewöhnen könnte“, so Co-Trainer Chrischa Richter.

Bergen setzte an beiden Tagen folgende Spieler ein: H. Zschorlich, Q. Bohla, R. Hiller, L. Schmidt, R. Schramm, L. Exner, M. Colditz, J. Zschiesche, A. Titze, E. Friedrich, M. Herrmann-Heber, E. Weise, T. Kretschmar, P. Michling, J. Matsch, B. Berlin, P. Pantke